Einflüsse von Habitatfragmentierung auf Eidechsenarten

Einflüsse von Habitatfragmentierung auf Eidechsenarten

Claudia Andres1, Martin Schlegel1, Klaus Henle2

1
Universität Leipzig, Molekulare Evolution und Systematik der Tiere, Talstraße 33,
  04103 Leipzig
2 Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Permoserstr. 15, 04318 Leipzig

Die zunehmende Landnutzung ist einer der tiefgreifendsten Prozesse, die zu Habitatverlust, -fragmentierung und strukturellen Habitatänderungen auf der ganzen Welt führen. Diese wiederum gelten als die Hauptursache für die Zunahme der Aussterberate von Arten in den letzten Jahrzehnten. Sowohl empirische Beweise, als auch Intuition sagen uns, dass Fragmentierung nicht für alle Arten zwangsläufig das Aussterben ihrer Spezies bedeutet. Ein besseres Verständnis dieser unterschiedlichen Sensitivitäten hat weitreichende Bedeutung für ökologische und evolutionäre Theorien, für angewandten Naturschutz und für Entscheidungen in der Landnutzung.

Ziel dieses Projektes ist die Untersuchung und der Vergleich der Auswirkung von Habitatspezialisierung auf die Fragmentierungssensitivität der zwei Eidechsenarten Lacerta agilis und L. virdis und zwar in verschiedenen Bereichen ihres Verbreitungsgebietes (Deutschland und Bulgarien). Hierfür werden die effektive Populationsgröße, die genetische Variabilität und die Migration zwischen den Populationen mit Hilfe einer Mikrosatellitenanalyse untersucht. Außerdem wird die Landschaft hinsichtlich der Habitatatgröße, der Distanz zwischen den Habitaten und den Ausbreitungsbarrieren zwischen den beprobten Populationen charakterisiert, um mögliche Zusammenhänge aufzudecken.

letzte Änderung: 12.09.2018

Kontakt

Prof. Dr. Martin Schlegel
AG Molekulare Evolution und Systematik der Tiere
Institut für Biologie
Universität Leipzig
Talstraße 33
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-36725
E-Mail